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 Ein wenig √ľber uns Thai

SONGKRAN, das thailändische Neujahr

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennenlernen".

Songkran ist das wohl bekannteste thailändische Volksfest. Es wird gefeiert vom 13. Р15. April jeden Jahres.

Das Wort Songkran stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet den Beginn eines neuen Sonnenjahres. Der thail√§ndische Kalender begann fr√ľher am 13. April. Erst 1940 wurde in Thailand der Kalenderbeginn auf den 1. Januar umgestellt, um mit dem westlichen gleichzuziehen. Nach wie vor werden die Jahre in Thailand jedoch nach dem buddhistischen Zeitalter gez√§hlt. Die buddhistische Zeitrechnung beginnt 543 Jahre fr√ľher, als die  christliche.   Somit entspricht 2020 dem buddhistischen Jahr 2563. Auf Poststempeln wird so unter anderem das buddhistische Jahr angegeben, ebenso wie auf vielen Kalendern. Beide Z√§hlweisen sind heute im t√§glichen Leben der Thais gebr√§uchlich.

Am Vorabend des Songkran werden H√§user und Tempelanlagen besonders sorgf√§ltig ges√§ubert. Verschlissene Kleidung, Hausm√ľll und unbrauchbare Dinge werden auf dem Lande verbrannt, nach dem Glauben, da√ü diese alten 04.08.2009Dinge, im neuen Jahr nur Ungl√ľck bringen.

Am Nachmittag des ersten Neujahrstages werden Buddhastatuen in einem zeremoniellen Bad gereinigt. Junge Leute betr√§ufeln √§lteren, meistens den Eltern und auch M√∂nchen, die H√§nde mit Duftwasser, als Zeichen des Respekts und erhoffen sich gleichzeitig ihren Segen. In fr√ľheren Tagen wurden √§ltere Leute sogar gebadet und mit neuen Kleidern versehen.

Ein weiterer Brauch ist auch das Freilassen von gefangenen V√∂geln und Fischen. Man erhofft sich durch diese gute Tat, weiteren Segen. In Paklat, Phra Pradaeng, nahe Bangkok, veranstalten junge M√§dchen, festlich gekleidet, einen Umzug zum Flu√ü, um darin gefangenen Fischen ihre Freiheit wieder zu geben. Dieses geht auf den Ursprung zur√ľck, als die Centralebene von einem Hochwasser heimgesucht wurde. Nachdem das Wasser zur√ľckging, lagen zahlreiche Fische auf dem Trockenen. Die Fischer sammelten die Jungfische auf und hegten sie bis zum Songkrantag, um sie dann wieder dem Wasser zuzuf√ľhren. Zu diesem Umzug fahren in diesen Tagen viele junge M√§nner aus Bangkok, um hier vielleicht ihre Braut unter den h√ľbschen M√§dchen zu entdecken.

Der Songkran ist aber auch ein Gedenktag an die Verstorbenen. In einer religi√∂sen Zeremonie werden hierzu Urnen mit der Asche von Verstorbenen zu den Tempeln gebracht. Essengaben f√ľr die M√∂nche geh√∂ren dazu. Die M√∂nche beten mit den Versammelten und erteilen f√ľr Lebende und Tote ihren Segen.

Zu den Besonderheiten geh√∂rt, da√ü w√§hrend dieses Festes √ľberall mit Wasser herum gespritzt wird. Da der April zu den hei√üen Monaten Thailands geh√∂rt, empfinden es viele Thais als willkommene Erfrischung (wenigstens diejenigen, die auf geb√ľgelte Kleidung, Make-up und Frisur nicht so viel Wert legen). Kinder "bewaffnen" sich mit gro√üen Wasserpistolen und n√§ssen jeden, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringt. Auf Pickups werden gro√üe Wassertonnen geladen und von der Ladefl√§che werden Passanten unter gro√üem Geschrei mit Wasser √ľbergossen. Wahre Wasserschlachten entwickeln sich manchmal unter den verschiedenen "Spritzmannschaften" der verschiedenen Pickup Trucks. Tankwagen voll mit Wasser gef√ľllt, fahren durch die Stra√üen und Passanten werden aus gro√üen Feuerwehrschl√§uchen bespritzt. Obwohl das Fest durchaus religi√∂sen Charakter hat, steht doch das Vergn√ľgen, der "Sanuk", im Vordergrund und alles in allem herrscht ausgelassene Karnevalsstimmung.

Das Songkran-Fest wird nicht nur in Thailand, ebenso in Burma, Laos und Kambodscha gefeiert.

13042020