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 Ein wenig √ľber uns Thai

VISAKHA BUCHA TAG

 

visakha Puja 1

 

Am Samstag, 18.05.2019 wird in Thailand der Visakha Bucha Tag begangen.

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennen lernen".

visakha-bucha5Der Visakha Bucha Tag ist der wichtigste buddhistische Feiertag in Thailand. Er wird begangen zum Gedenken an Buddhas Geburt, die Erleuchtung und seinen Tod. Es ist ein beweglicher Feiertag, d. h. der Tag, gilt als der Festtag, der auf den 15. Tag des zunehmenden Mondes im sechsten Mondkalender-Monat (normalerweise Mai) fällt.

Dieses religi√∂se Fest besteht seit der Sukhothai-Epoche, dem 13. Jahrhundert, als Sukhothai die Hauptstadt des alten Siams war. Damals wurde das Fest an 3 Tagen und 3 N√§chten begangen. Die Hauptaufgabe bestand in diesen Tagen darin, sich ausf√ľhrlich mit den alten Schriften √ľber das Werk Buddhas zu besch√§ftigen.

 

Heute ist dieser Vorgang auf einen Tag beschr√§nkt.  Es beginnt mit dem morgendlichen Gang zum Tempel. Zun√§chst werden R√§ucherst√§bchen angez√ľndet und vor einem Buddhabildnis in ein Gef√§√ü gesteckt. Wer Blumen mitgebracht hat, legt vor seinen drei tiefen Verbeugungen vor dem Bildnis Buddhas und dem nachfolgenden Gebet, auch die Blumen nieder. Dann wartet man mit anderen Tempelbesuchern bis die Predigt beginnt. Die von den M√∂nchen abgehaltenen Gebete werden nicht in Sanskrit, der Sprache der K√∂nige, sondern in Pali, der Sprache des Volkes abgehalten. Die Predigt ist in Thai, bzw. in der Sprache, die von der im Tempelumkreis wohnenden Bev√∂lkerung in ihrem Alltag gesprochen wird.

Nach der Predigt bleiben einzelne Gruppen noch im Tempel und unterhalten sich mit den Mönchen oder dem Abt des Tempels. Die Mönche verzehren jetzt die mitgebrachten Speisen und wenn sie fertig sind, können auch die Besucher etwas essen. Anschließend gehen die meisten wieder nach Haus, um ihren täglichen Beschäftigungen nachzugehen.

 

Am fr√ľhen Nachmittag treffen sich die ersten Leute erneut ivisakha-bucha3-05.23.2013m Tempel. Das eigentliche Festgeschehen beginnt mit Einbruch der D√§mmerung. Als Opfergaben werden R√§ucherst√§bchen und vor allen Dingen Lotus mitgebracht. Die Lotusbl√ľte ist im Buddhismus das h√∂chste Symbol f√ľr die Erleuchtung, weil diese Blume ihre Wurzel im schlammigen Boden der Erde entfaltet, ihre Bl√ľten aber, die den Symbolgehalt des Geistes haben, sich nach der kosmischen Reinheit des Himmels strecken.

Zur Abendd√§mmerung wandeln dann die gl√§ubigen Buddhisten dreimal um das Hauptgeb√§ude des Tempels. Dabei halten sie Lotusbl√ľten, eine Kerze und drei R√§ucherst√§bchen in ihren H√§nden, in Erinnerung an Buddhas Geburt, seine Erleuchtung und den Tod. Gebetslitaneien geben dieser Prozession einen w√ľrdigen Rahmen.

 

Nach dieser Hauptzeremonie bleiben die Gl√§ubigen noch eine Weile auf dem Tempelgel√§nde und unterhalten sich √ľber allgemeine Dinge des Lebens. In den St√§dten und D√∂rfern ist es an diesem Tage still. Es ist kein lautes Fest, sondern eine Feier innerer Einkehr, zur Verehrung Buddhas. Man geht am Abend auch nicht etwa aus, um diesen Tag zu feiern. In Dorfgemeinschaften und im Familienkreis sitzt man vielleicht noch ein wenig zusammen bei leichter Unterhaltung. Restaurants haben an diesem hohen Feiertag weniger Betrieb als sonst und viele haben gar nicht ge√∂ffnet. Es ist kein Tag f√ľr fr√∂hliche oder gar laute Feiern.

Und wie bei allen Feiertagen in Thailand, religi√∂ser oder weltlicher Art: F√§llt dieser auf einen Samstag oder Sonntag, wird am kommenden Montag dann “nachgefeiert”. Somit geht kein Feiertag “verloren”. So muss es sein :-)

17052019

 

 

DER CHAKRI TAG

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennen lernen".

03.2017-1a-thailand-kingsDer 06. April ist ein Nationalfeiertag in  Thailand. Es wird die Kr√∂nung des ersten K√∂nigs der Chakri-Dynastie, Rama der Erste, gefeiert.

Anl√§sslich dieses Festes, wird nur an diesem Tag im Jahr, das k√∂nigliche Pantheon der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht. Dieses Geb√§ude in der N√§he des Grand Palace, beherbergt die lebensgro√üen Statuen der Chakri-K√∂nige. Wer die Statuen der Monarchen n√§her betrachten m√∂chte, muss Geduld mitbringen, denn das Pantheon zieht an diesem Tag wie ein Magnet riesige Menschenmengen an. Ein anderer Festplatz befindet sich an der Nordrampe der Memorial-Br√ľcke, wo eine gigantische Statue von Rama I. steht.

Auch nach mehr als 200 Jahren vergessen die Thailänder niemals die wichtigste Person in der thailändischen Geschichte: Seine Majestät König Phra Buddha Yodfa Chulaloke, den ersten König der Chakri Dynastie. Aus dieser Dynastie stammt auch der heutige Vertreter, als Rama X, König Maha Vajiralongkorn.

K√∂nig Rama I, mit richtigem Namen, Duang oder Thong Duang, wurde 1736 in Ayutthaya geboren. Nach seiner M√∂nchszeit ging er als Offizier zum k√∂niglichen Hof und schon im Alter von 25 Jahren, war er Gouverneur der Provinz Ratchaburi. In den weiteren Jahren hatte er eine wichtige Rolle bei K√∂nig Taksins Bem√ľhungen zur Wiederherstellung der Souver√§nit√§t Thailands. Am 6. April, im Alter von 46 Jahren 1782 wurde er zum K√∂nig gekr√∂nt und regierte 27 Jahre.

Nach seiner Kr√∂nung entschied Rama I, dass Thonburi nicht mehr als Hauptstadt geeignet sei. Es war nicht gen√ľgend Platz zur Erweiterung des Palastes vorhanden. Der Palast lag zu nah am Ufer des Chao Phraya und wurde von Erosion gef√§hrdet. Nachdem er das F√ľr und Wider auch aus milit√§rischer und √∂konomischer Sicht abw√§gte, beschloss Rama I, die Hauptstadt, an einen neuen Platz zu verlegen, Ban Kok (Olivendorf) war geboren.

Rama I baute auch das Wat Phra Kaeo, innerhalb des K√∂nigsbezirks, √∂stlich des Grand Palace. Dieser Tempel ist der wichtigste in Thailand, da er den Emeraldenen Buddha beherbergt. Er lie√ü ferner den faszinierenden Tempel Wat Po errichten und 394 alte Buddha Abbilder um das Hauptgeb√§ude platzieren. Diese Abbilder wurden aus allen Teilen des Landes herbeigeschafft und in ihren Ursprungszustand gebracht, bevor sie an ihrem endg√ľltigen Standort aufgestellt wurden.

Der K√∂nig nutzte das Regierungssystem der Ayutthaya Periode und erg√§nzte es um eine Beraterversammlung, welche aus Wesiren, Repr√§sentanten der Zivilverwaltung und Milit√§rs bestand. Die Mitglieder waren handverlesen aus den Vertrauten des K√∂nigs. Seine Majest√§t der K√∂nig war besorgt √ľber die verloren gegangenen Gesetzesb√ľcher, neun von zehn waren nach der Zerst√∂rung Ayutthayas durch die Burmesen vernichtet oder verschwunden. Er veranlasste eine generelle Neuauflage der Gesetze des K√∂nigreiches und erlie√ü die "Laws of the Three Seals" mit zivilrechtlichen und milit√§rischen Regelungen. K√∂nig Rama I √ľberarbeitete die Gesetze pers√∂nlich, um diese an die ver√§nderten Zeiten anzupassen.

Er bem√ľhte sich sehr um religi√∂se Reformen mit dem Ziel, den Buddhismus in der Rattanaksin √Ąra zu festigen. Im Jahr 1788 berief er ein gro√ües buddhistisches Konzil ein, um die Tripitaka, die √§lteste und wichtigste Sammlung von Dialogen und Lehrvortr√§gen Buddhas, neu bearbeiten zu lassen.

Als Rama I im Alter von 73 Jahren verstarb, hinterließ er seinen Nachfolgern ein in sich gefestigtes Thailand.

04012019